Historisches aus dem Hause Imbery
das Haus 'Imbery' kann stolz auf eine über 120-jährige Tradition der Gästebetreung zurückblicken. Wir, als Ihre Gastgeber in der Gegenwart, haben uns natürlich für diese Historie interessiert und wollen Ihnen einen kleinen Einblick geben.
Es begann eigentlich alles damit, dass wir natürlich wissen wollten, woher der Name 'IMBERY' stammt. Folgend ein kurzes Zitat aus dem Buch eines bekannten Namenkundlers: "Das 'Badische Wörterbuch' Bd. III S. 5 deutet den Familienname IMBERY von mundartlich 'Himbeere' . Es gibt sicherlich noch andere Deutungsmöglichkeiten, aber die Himbeere als Namensgeber gefiel uns besonders gut, passt sie doch ausgezeichnet zur Gründung des Familienunternehmens als Konditorei.
Den Ablauf der Ereignisse - von der Gründung bis heute - wollen wir nachfolgend in Kurzfassung vorstellen:
Rombachs Haus (jetzt Imbery, Rathausstr. 14) wurde 1827 auf dem Pfarrwittum von Johann Rombach, Schuster, Krämer und Leinwandhändler gebaut. Benedikt Bank, Ratschreiber, kaufte das Haus 1972 für 4600 Gulden. Er starb bereits 1881 und seine Witwe Wilhelmine heiratete 1884 Benjamin Imbery aus Falkau. 1889 erhielt der Kaufmann B. Imbery vom Großherzöglich badischen Bezirks-Amt Neustadt die Erlaubnis zum Kleinhandel mit Branntwein. 1906 verstarb Benjamin Imbery. Seine Witwe stellte 1912 ein Wirtschaftsgesuch und erhielt die Genehmigung in ihrem Haus Nr. 26 auch Getränke nichtgeistiger Art, insbesondere Kaffee, Thee, Milch, Limonade, Mineralwasser, Kakkao und dergleichen zum Genuß auf der Stelle zu verabreichen.
Dem einzigen Sohn Robert Imbery (Konditormeister) wird 1927 zwar die Erlaubnis zum Betrieb einer Kaffeewirtschaft erteilt, jedoch der Ausschank von Likör- und Südweinen untersagt. Bis 1929 unterhielt er übrigens noch nebenher eine kleine Landwirtschaft mit 3 Kühen, 4 Schweinen und 30 Hühner. 1934 darf er dann sein Haus als Privatpension ausbauen, mit 1 Speise- und 7 Fremdenzimmern, jedoch weiterhin nur Ausschank von nichtalkoholischen Getränken. Er betrieb damit das älteste Einzelhandelsgeschäft, Konditoreibetrieb, Kaffeeewirtschaft, Salzlager, Flaschenbierhandel, Kohlenhandel in Hinterzarten und jetzt auch eine Privatpension. Erst 1945, als die anderen gastrnomischen Betriebe vom französischem Militär besetzt waren, erhielt Robert Imbery die vorläufige Konzession zur Abgabe von Speisen und alkoholischen Getränken auch an andere Personen als Hausgäste. Während der Besatzung diente sein Haus als Lazarett.
Seine einzige Tochter Maria Imbery heiratete 1949 den Konditormeister Josef Hättich aus St. Märgen, ehemals ein bekannter Skispringer (siehe großes Bild oben). 1952 erhielt Hättich die endgültige Schankerlaubnis auf geistige Getränke aller Art einschließlich Branntwein in 3 Kaffeestuben, 1 Küche im Erdgeschoß, 6 Fremdenzimmer im Obergeschoß. 1962 erfolgt die erste Erweiterung mit der Errichtung einer Milchbar und Imbißhalle. 1965 eine nochmalige Erweiterung über ein Gaststättenraum und eine Freiterasse.
Von den drei Kindern übernimmt Günter Hättich, der einzige Sohn, 1986 den Betrieb. Er und seine Frau Marlies, die sich während Ihrer beider Lehrzeit im Colimbi-Hotel in Freiburg kennenlernten, heirateten 1980. Günter Hättich war zwischenzeitlich im Restaurant 'zur Alten Königswache' tätig und dann im Steigenberger Inselhotel in Konstanz zuletzt als Küchenchef. Sie renovierten zuerst den Gaststättenbereich und die vorhandenen Zimmer, dann bauten sie 1989 ein neues Gästehaus mit weiteren 18 Zimmern in den Garten, sodass nunmehr 50 Betten und eine Ferienwohnung für 3 Personen zur Verfügung stehen. Der Gaststättenbereich umfaßt heute 140 Sitzplätze in drei Gaststuben und 40 weitere auf der Gartenterasse.
Günter und Marlies Hättich haben auch für Nachwuchs gesorgt. Vier Kinder, drei Töchter und ein Sohn, lassen die Hoffnung keimen, dass die alte Familientradition der Gästebetreuung weitergeführt wird.

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